71 Jahre Kriegsende: Die Opfer bleiben unvergessen

Die SPD- Wahlkreiskandidatin für Hakenfelde und das Falkenhagener Feld nimmt mit der Abteilung
Falkenhagener Feld/ Spandau West an der Gedenk-und Reinigungsaktion der Berliner SPD teil.
Bettina Domer führt hierzu aus:“ Es ist mir wichtig, dass wir uns an der Gedenkaktion beteiligen. Die Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen. Ich werde am 8.Mai 2016 ab 12:00 Uhr den Stolperstein von Regina Postrong in der Pionierstraße 69 reinigen und ihrer gedenken.

 Treffpunkt:

  • Am 8. Mai um 12 Uhr in der Pionierstraße 69 am Stolperstein von Regina Postrong

Regina Postrong, geborene Schönberg, wurde 1914 in Köln geboren.
Sie war gelernte Korsettarbeiterin, arbeitete jedoch zuletzt in einer Gärtnerei in der Pionierstraße 69, wo sie auch ein möbliertes Zimmer bewohnte. Ihr Ehemann Hans verstarb 1937.

Sie war evangelisch, galt jedoch nach den Nürnberger Rassengesetzen von 1935 wieder als Jüdin. Wahrscheinlich hatte sie ein Kind, über welches es jedoch keine genaueren Informationen gibt.

Am 27. März 1945 wurde sie mit dem letzten Transport von Berlin nach Theresienstadt deportiert. Entgegen der allgemeinen Annahme, dass Regina Postrong in Theresienstadt starb, fand sich ein Nachweis, dass sie sich 1948 in einem Lager in Bamberg aufgehalten hat und somit also die nationalsozialistische Verfolgung überleben konnte.

Die Informationen über Regina Postrong sind wenig gesichert, da sie immer wieder mit unterschiedlichen Namen und Geburtsdaten vermerkt wurde. Dies und die Tatsache, dass sie erst so kurz vor Kriegsende deportiert wurde, sprechen dafür, dass sie einige Zeit untertauchen konnte. (Quelle: http://www.stolpersteine-berlin.de/biografie/1413)