Berlin bekommt acht neue Quartiersmanagementgebiete: in Spandau vergrößert sich das QM Falkenhagener Feld Ost um den Germesheimer Platz

Pressemitteilung                                                                                          15.01.2020


Berlin bekommt acht neue Quartiersmanagementgebiete ab 2021: in Spandau vergrößert sich das QM Falkenhagener Feld Ost um den Germesheimer Platz


Ab dem 1. Quartal 2021 wird es insgesamt 8 neue QM-Gebiete geben. Der Senat hat auf seiner gestrigen Senatssitzung in Abstimmung mit den Berliner Bezirken über die Weiterentwicklung der Berliner QM-Gebiete entschieden. Diese neuen Gebiete befinden sich in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf (Thermometersiedlung), Tempelhof Schöneberg (Nahariyasiedlung, Germaniagarten), Neukölln (Glasower Straße, Gropiusstadt Nord und Harzer Straße) sowie in Marzahn-Hellersdorf (Alte Hellersdorfer Straße) und in Reinickendorf (Titiseestraße).

In Spandau wird das Gebiet des QM FF-Ost um den Planungsraum Germesheimer Platz erweitert.

„Durch die Aufnahme des Germesheimer Platzes kann die soziale Infrastruktur und das städtebauliche Umfeld verbessert werden- die zusätzlichen Mittel können beispielsweise für die Begrünung von Flächen, für neue Spielplätze, soziale Treffpunkte oder Veranstaltungen wie Nachbarschaftsfeste verwendet werden. Über die konkrete Mittelvergabe können die Einwohner*innen mitentscheiden, dafür werden die Quartiersräte*innen gewählt.“

Abgeordnete Bettina Domer (SPD) Fachsprecherin der SPD-Fraktion für das Programm Soziale Stadt und QM-Gebiete über die Neuerungen und die Gebietserweiterung in Spandau:

„Neben der Ausweisung von neuen QM-Gebieten haben wir als weitere Neuerung in dem Bereich Soziale Stadt als R2G erstmalig in den Haushaltsberatungen 2 Millionen Euro für die Einrichtung eines Sonderfonds zur Stärkung der Stadtteilkoordination und zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements in Berliner Großwohnsiedlungen im Doppelhaushalt 2020/21 eingestellt.

Hintergrund hierfür sind die vielfältigen Herausforderungen in den Berliner Großwohnsiedlungen außerhalb des S-Bahnringes. Hier brauchen wir mehr Mittel für Stadtteilarbeit aber auch für mehr ehrenamtliches Engagement. Ziel ist es mehr Integrations- und Bildungsangebote, Nachbarschaftliche Aktivitäten und Beratungsangebote für Jung und Alt zu ermöglichen.“

Bettina Domer (SPD) über den neuen Sonderfonds zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Berliner Großwohnsiedlungen:

In der Summe wird sich die Anzahl der Gebiete mit QM-Verfahren ab 2021 von 34 auf 32 reduzieren. In folgenden QM Gebieten haben sich die Indikatoren Arbeitslosigkeit, Armut und Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Jahren positiv im Sinne der Strategie der Sozialen Stadt entwickelt ,deshalb werden folgende QM Gebiete in diesem Jahr beendet: Ackerstraße (Mitte), Bülowstraße (Schöneberg), Mariannenplatz ( Kreuzberg), Werner-Düttmann-Siedlung (Kreuzberg), Schillerpromenade, Körnerpark, Lipschitzallee (Neukölln), Marzahn-Nord und Mehrower Allee (Marzahn);

Der Umfang der QM Förderkulisse im Hinblick auf die Fläche und die Einwohner*innen wird sich jedoch dadurch nicht verändern. Kriterien für die Festlegung der QM-Gebiete sind neben der gesellschaftlichen Problemlagen auch der städtebauliche Erneuerungsbedarf sowie das Vorhandensein kooperationsbereiter Akteure sowie die Engagementbereitschaft des Bezirkes.