Berlin bleibt solidarisch: Ansprechpartner zur Hilfe und Unterstützung von Bürger*innen, zur Koordination von Freiwilligen und zu den Beschlüssen des Senats zur Eindämmung des Coronavirus und zu den Soforthilfeprogrammen für Berliner Unternehmen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

anbei finden Sie wichtige Ansprechstellen aus den Bereichen Medizin und Krisenbewältigung , die Senatsbeschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus, die Informationen zu den Berliner Coronavirus- Untersuchungsstellen und weitere Angebote zur Unterstützung im Alltag und zur Bewältigung von Stress und Krisen.

Bitte bewahren Sie Ruhe, bleiben Sie solidarisch und lassen Sie uns gemeinsam durch Rücksicht und besonnenes Handeln das Erkrankungsrisiko für besonders gefährdete Risikogruppen abmildern.

Reduzieren Sie ihre soziale Kontakt auf ein Minimum, halten sich an die Hygenievorschriften des Robert-Koch-Instituts und helfen Sie Risikogruppen in ihrer Nachbarschaft bei der Bewältigung des Alltags. Ich bitte Sie darauf zu achten auf Vorratskäufe und private Zusammenkünfte zu verzichten.

Achten Sie auf sich und andere und bleiben Sie gesund.
Bettina Domer.

Berliner Senat schließt Förderlücken: Soforthilfeprogramme IV für den Mittelstand und die Kulturbetriebe in Höhe von jeweils 30 Millionen Euro startet in dieser Woche

Berliner Betriebe mit 10 bis 100 Beschäftigten können ab dieser Woche Zuschüsse vom Land erhalten- entweder als Soforthilfe oder als Tilgungszuschuss für die KfW Kredite vom Bund. Diese Förderung gilt für kleine und mittlere Unternehmen im Kultur- und Medienbereich, für die es bisher kein passendes Förderinstrument gab.

Die Anträge auf Mittel aus dem Soforthilfeprogramm IV können von Montag, 11. Mai 2020, 09:00 Uhr bis zum Freitag, 15. Mai 2020, 18 Uhr in einem ausschließlich online-basierten Antragsverfahren über die Website der Investitionsbank Berlin (www.ibb.de/soforthilfe4) eingereicht werden.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen im Kultur- und Medienbereich,

  • die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden
  • mit mehr als 10 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent)
  • mit Betriebsstätte oder Unternehmenssitz in Berlin und
  • die bei einem Berliner Finanzamt angemeldet sind.

Der jährliche Umsatz darf im Mittel 10 Millionen Euro nicht überschreiten.
Die Hilfe adressiert Kultureinrichtungen/ -betriebe, die auf professioneller Basis agieren und landesweite Ausstrahlung haben. Dies umfasst private Museen, Theater, Musikensembles, Musiktheater, Clubs/Musikspielstätten, Festivals, private lokale Radio- und Fernsehveranstalter, Filmtheaterbetreiber. Ebenfalls gehören dazu Unternehmen, die an der Produktion und dem Verleih von audiovisuellen Inhalten beteiligt sind, sofern sie in den letzten drei Jahren eine Förderung durch das Medienboard Berlin-Brandenburg erhalten haben.
Die Entscheidung über einen Zuschuss erfolgt auf Basis der Relevanz für das Kulturleben und den Medienstandort in Berlin. Vorausgesetzt wird auch, dass ein Kreditantrag gestellt wurde, oder besondere Umstände vorliegen, die gegen die Aufnahme eines Kredites sprechen.

Die Höhe der Soforthilfe beträgt bis zu 25.000 Euro und orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für die auf die Antragstellung folgenden drei Monate. In begründeten Einzelfällen kann eine Soforthilfe von mehr als 25.000 Euro beantragt werden.

Berliner Senat plant flexibles Warnsystem für die Maßnahmensteuerung bei Überschreitung von einzelnen Grenzwerten

Für die wöchentliche Bewertung gibt es drei Indikatoren, um Festzulegen, wie mit den Lockerungen auf Landesebene umgegangen wird. Dadurch soll flexibel auf sich veränderte Kennzahlen zur Ausbreitung bzw. Eindämmung des Coronavirus reagiert werden.

  1. Der R-Faktor
    3x hintereinander R > 1,1 = gelb
    3x hintereinander R > 1,2 = rot
  • Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche
    20/100.000 Einwohner = gelb
    30/100.000 Einwohner = rot

3) Auslastung ITS-Betten für COVID 19-Patienten
> 15 % = gelb
> 25 % = rot

Wenn 2 von 3 Indikatoren gelb sind, sollen gegebenenfalls Maßnahmen vorbereitet werden. Wenn 2 von 3 Indikatoren rot sind, beschließt der Senat neue Maßnahmen.

Der Senat wollte in seiner Sitzung am Dienstag auch über die Obergrenze für Covid-19-Infektionen beraten. Er sieht die von Bund und Ländern beschlossene Höchstzahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche kritisch

Coronavirus in Berlin: Statusmeldungen der Verwaltung

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie tagesaktuell unter folgendem Link: berlin.de/corona

Medizinische Rufnummern bei Coronaverdacht

Berliner, die befürchten, sich angesteckt zu haben, sollen zunächst die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit unter: 030-90 28 28 28 oder ihren Hausarzt oder das für Sie zuständige Gesundheitsamt anrufen. Alternativ können Sie auch die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes anrufen: 116117. Falls Sie nicht wissen, welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist, nutzen Sie bitte folgenden Link: Gesundheitsämter nach Postleitzahl

Zusätzlich steht für Spandauerinnen und Spandauern die Coronahotline des Bezirksamtes zur Verfügung. In der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 8-17 Uhr können Sie sich melden, um einen etwaigen Verdachtsfall zu melden und weitere Schritte zu vereinbaren.

Coronahotline Bezirksamt Spandau:
Leitung 1: 030- 90279-4012
Leitung 2: 030- 90279-4012
Leitung 3: 030- 90279-4026

Die Hotline ist täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt. Dort wird eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen ausgesprochen. Tests vor Ort werden nur bei begründeten Verdachtsfällen mit Symptomen gemacht. Ob eine Diagnostik sinnvoll ist, entschieden Mediziner nach einem Beratungsgespräch. Bei der Abklärungsstellen werden Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum genommen.

Übersicht der Coronavirus-Untersuchungsstellen in Spandau und Charlottenburg Wilmersdorf: Wo kann ich mich testen lassen?

Spandau: Vivantes Klinikum

  • Die Teststelle befindet sich nicht auf dem Klinikgelände, bitte der Ausschilderung folgen!
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr
  • Adresse: Neuendorfer Straße 69 in 13585 Berlin

Spandau: Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr
  • Adresse: Kladower Damm 221 in 14089 Berlin
  • Anfahrt: Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe im BerlinFinder
  • Mit der Bitte um telefonische Anmeldung unter: 030 36501-7222 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 9:30 bis 15:30 Uhr)

Charlottenburg: DRK Kliniken Berlin Westend (Ambulantes Diagnostikzentrum)

Die Senatsverwaltung für Gesundheit informiert: Die Übernahme der Kosten für den Test ist in Deutschland bundesweit einheitlich geregelt. Wenn der Arzt/die Ärztin den Test für notwendig hält, werden die Kosten für den Test (gemäß EBM Nr. 32816 59 Euro) auf den neuartigen Coronavirus vom Gesundheitsamt, bzw. den Krankenkassen übernommen.

Richtlinien und Empfehlungen zur Eindämmung des Coronavirus: Abstandsregelung und Nieshygiene einhalten

Die Beachtung von einfachen Hygieneregeln hilft sich und andere vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen, dazu gehört regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife (mindestens 20 Sekunden), die Einhaltung von 1-2m Abstand zu möglicherweise erkrankten Personen und das Husten und Niesen in die Armbeuge.

Das neuartige Virus wird über Tröpfchen der Atemluft übertragen, die einfachste Möglichkeit sich zu schützen ist es daher auf einen Mindestabstand von 1.5 Meter zu achten.

Weitere Informationen und Informationsvideos und Informationsmaterialien zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus durch einfache Maßnahmen finden Sie auf der Homepage der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. Abrufbar unter:https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/

Beschlüsse des Senats zur Eindämmung der Pandemie und zur geltenden Kontaktbeschränkung ab dem 23. März 2020

Zum Schutz vor weiteren Erkrankungen hat der Berliner Senat am Sonntag den 22. März 2020 in einer Sondersitzung eine Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus um einen Teil zur Kontaktbeschränkung erweitert. Der Senat setzt damit die heute gemeinsam von Bund und Ländern getroffenen Regelungen für ein bundesweit einheitliches Vorgehen um. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller: „Es ist wichtig, dass wir nun eine gemeinsame Linie mit Bund und Ländern gefunden haben, um das Corona-Virus weiter einzudämmen. Die Beschlüsse, die wir heute gefällt haben, trägt der gesamte Senat. Und man sieht: Überall in der Stadt wirken die Maßnahmen schon, die wir in den letzten Tagen ergriffen haben. Es geht darum, die Kontakte nun noch weiter zu reduzieren.

Die beschlossene Erweiterung legt eine Beschränkung von persönlichen Kontakten fest. Demnach haben sich die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich in ihrer Wohnung oder Unterkunft aufzuhalten. Zum Verlassen müssen bestimmte Gründe vorliegen. Dazu gehören unter anderem die Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten, der Besuch von Ärztinnen/Ärzten, die Besorgungen des persönlichen Bedarfs sowie der Besuch bei alten und kranken Menschen.

Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft, die Arbeit im Schrebergarten, der Spaziergang mit Tieren oder die Wahrnehmung von erforderlichen Terminen bei Behörden, Gerichten usw. bleiben möglich. Auch die stille Einkehr in Gebäuden der Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften ist weiterhin erlaubt.

Die Änderungen der Verordnung treten am 23. März 2020 in Kraft und gelten bis zum 5. April 2020. Die Verordnung wird aufgrund der Grundrechtseinschränkungen fortlaufend evaluiert. Bei jeglichem Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft ist – soweit möglich – ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten

Die Rechtsverordnung SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV (Stand: 22.03.2020) finden Sie hier.

Senat beschließt Soforthilfe für Berliner Kleinunternehmer*innen und Soloselbständige: Soforthilfeprogramm I und II

Der Senat hat am 19.März 2020 in einer außerordentlichen Sitzung auf Soforthilfemaßnahmen für Kleinunternehmen und Soloselbstständige sowie für Freiberuflerinnen und Freiberufler verständigt. Die von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz und Kultursenator Dr. Klaus Lederer gemeinsam eingebrachte Vorlage zur Soforthilfe II sieht ein Landesprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro für das laufende Jahr vor.

Das Programm ergänzt die Soforthilfe I, die auf kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten zielt. Die Soforthilfe II wendet sich an die besonders hart von der Corona-Krise getroffene Klein- und Kleinstunternehmen mit maximal fünf Beschäftigten sowie Freiberufler und Soloselbständige vor allem aus den Bereichen Gesundheit, Gleichstellung, Handel und Dienstleistung, Jugend und Bildung, Kreativwirtschaft, Kultur, Soziales, Sport und Tourismus. Sie sollen schnell und mit geringem bürokratischem Aufwand Zuschüsse zur Sicherung ihrer beruflichen bzw. betrieblichen Existenz beantragen können.

Abhängig vom Volumen der vorrangig einzusetzenden Bundesförderung kann die Soforthilfe II perspektivisch auf 300 Mio. Euro aufgestockt werden. Die Finanzierung erfolgt aus dem Gesamthaushalt. Die Soforthilfsprogramme I und II erreichen ein Gesamtvolumen von 600 Mio. Euro, beginnen unmittelbar und werden gestuft rasch die Gesamthöhe erreichen. Damit trägt das Land dazu bei, die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf einzelne Unternehmen und Personen abzufedern und damit die Schäden für die Gesamtwirtschaft zu begrenzen. Die Wirtschafsinfrastruktur soll insgesamt stabilisiert und damit Arbeitsplätze gesichert werden.

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz: „Das Land Berlin stellt kurzfristig umfassende Haushaltsmittel bereit, um für Selbstständige und Kleinunternehmen, die von der Corona-Krise existenziell betroffen sind, die schlimmsten Härten abzumildern. Die Soforthilfen ergänzen die von Seiten des Bundes bereitgestellten Mittel und machen deutlich: Alle Ebenen arbeiten eng abgestimmt miteinander, um die benötigte Hilfe schnell und effektiv bereitzustellen.“

Damit die Mittel so effizient und zielgruppengerecht wie möglich eingesetzt werden, sollen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Es muss im Einzelfall nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden, dass ein Zuschuss für die Sicherung der beruflichen bzw. betrieblichen Existenz in der Corona-Krise erforderlich ist;
  • Im Rahmen der Antragstellung soll erklärt werden, dass Hilfsprogramme des Bundes oder andere zur Verfügung stehende Hilfsprogramme bzw. Ansprüche aus der sozialen Sicherung und anderen gesetzlichen Leistungen (z.B. Kurzarbeitergeld, Grundsicherung) in Anspruch genommen bzw. beantragt werden;
  • Über- oder Doppelkompensationen durch die Inanspruchnahme von Mitteln aus anderen Maßnahmen oder Programmen sollen von vornherein vermieden bzw. im Nachhinein korrigiert werden. Der Zuschuss übernimmt deshalb auch die Funktion einer Liquiditätshilfe bis zur Klärung und Inanspruchnahme anderer Ansprüche;
  • Die Höhe des Zuschusses wird auf 5.000 Euro begrenzt. Er kann gegebenenfalls mehrmals beantragt werden, erneut nach sechs Monaten für Einzelpersonen sowie nach drei Monate für Mehrpersonenbetriebe.
  • Die Umsetzung des Programms soll haushaltsmäßig über den Einzelplan der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erfolgen. Die IBB wird das Programm umsetzen. Die Freigabe der Mittel wird in der kommenden Woche mit dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses abgestimmt. Eine Überprüfung des Programms ist nach vier Wochen vorgesehen.

Rettungsbeihilfe ab dem 27. März 2020 online bei der IBB beantragen: Die Anträge zur Rettungsbeihilfe können Sie bei der Investitionsbank Berlin nur online über die Homepage ab dem 27. März ab 12 Uhr einreichen. Hierzu ist eine vorherige Online-Registrierung nötig.

Alle benötigten Informationen um die Soforthilfe zu beantragen finden Sie auf der Homepage der IBB unter folgendem Link:https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-liquiditaets-engpaesse.html

Informationen bei der Investitionsbank Berlin: Start der Liquiditätshilfe am Freitag den 27. März ab 12 Uhr bei der IBB

Die Informationen und Antragsformulare zur Liquiditätshilfe für Berliner Unternehmen und Selbständige finden Sie im Laufe dieser Woche (Am dem 23. März 2020) auf der Homepage der Investitionsbank Berlin. Link:https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-liquiditaets-engpaesse.html

Eine Übersicht zu weiteren Soforthilfe für Unternehmen finden Sie hier: PDF-Soforthilfe für Unternehmen während der Corona-Pandemie

Auf der zentralen Übersichtsseite der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe findet Sie Informationen zu Fördermöglichkeiten des Bundes und des Landes Berlin für Unternehmer*innen und Selbstständige während der Corona-Pandemie und Ansprechpartner aus der Verwaltung: Informationen und Unterstützung für Unternehmen in Berlin

Steuerliche Erleichterungen für Berliner Unternehmer*innen in der Coronavirus-Pandemie

Stundungen: Unter Stundung versteht man das Verschieben des Fälligkeitszeitpunktes einer Steuerzahlung. Um Liquiditätsengpässen entgegen zu wirken, können unmittelbar und nicht unerheblich Betroffene unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung beim zuständigen Finanzamt stellen. Dies betrifft sowohl solche Steuern, die bereits in der Vergangenheit fällig aber noch nicht gezahlt wurden sowie die bis zum 31.12.2020 fällig werdende Steuern.

Die Finanzbehörden werden die Anträge in einem vereinfachten Verfahren unter Berücksichtigung der besonderen Notlage der Steuerpflichtigen bearbeiten. Erleichterungen ergeben sich insbesondere bei der Nachweispflicht und ggf. bei der Verzinsung.

Vorauszahlungen: Sie können jederzeit Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer stellen. Auch diese werden in einem vereinfachten Verfahren entsprechend der Stundung bearbeitet.

Vollstreckungsverfahren: Die Finanzbehörden werden das Vollstreckungsverfahren für solche Steuerpflichtigen, welche von der Corona-Krise unmittelbar und erheblich betroffen sind, unter Berücksichtigung der besonderen Situation anpassen. Dies erfasst sowohl in der Vergangenheit bereits fällig und in Vollstreckung befindliche als auch bis zum 31.12.2020 zu zahlende Steuern.

Steuererklärungsfristen und Fristverlängerung: Die gesetzlichen Abgabefristen ändern sich nicht. Allerdings können Steuerpflichtige jederzeit – auch rückwirkend – Anträge auf Fristverlängerung stellen. Das Finanzamt wird insbesondere bei den durch die Corona Krise unmittelbar und nicht unerheblich Betroffenen großzügig verfahren.

Zeitnahe Auszahlung von Erstattungen: Auszahlungen werden wie gewohnt erfolgen, sobald das Finanzamt die Veranlagung durchführt. Auf Grund der derzeit angespannten personellen Situation auch in den Finanzämtern kann die Bearbeitung von Erklärung derzeit allerdings mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Allgemeine Hinweise zum Antragsverfahren: Die vorgenannten Anträge können Sie auch per E-Mail an das Finanzamt senden. Eine Antwort der Finanzämter werden Sie allerdings wegen der Wahrung des Steuergeheimnisses (§ 30 Abgabenordnung) per Post erhalten.

Um Ihnen die Antragstellung weitgehend unbürokratisch zu erleichtern, können Sie auf der Seite der Senatsfinanzverwaltung das zur Verfügung gestellte Antragsformular verwenden. Bitte haben Sie Verständnis, wenn sich die Entscheidung Ihres zuständigen Finanzamts aufgrund der zu erwartenden Zahl der Anträge verzögert bzw. das Finanzamt insoweit notwendige Rückfragen stellt. Damit die Maßnahmen bei der Zielgruppe der besonders und unmittelbar Betroffenen greifen und zur Vermeidung von Rückfragen bitte ich, den Antrag nicht nur allgemein, sondern bezogen auf Ihren Einzelfall zu begründen.

Aktuelle Downloads der Senatsverwaltung für Finanzen finden Sie hier hier.

Berliner Schulen, Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen bis zum Ende der Osterferien am 17. April 2020 geschlossen: Wo finde ich in Berlin eine Notbetreuung?

Wegen der Corona-Pandemie sind alle Schulen, Kitas und Kindertagespflegestellen bis zum Ende der Osterferien (17. April 2020) geschlossen. Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit der Kinderbetreuung haben, können eine Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Informationen zur Notbetreuung finden Sie hier: Informationen zur Notbetreuung in Berlin

Berlin hilft: Engagement in der Nachbarschaft in Zeiten von Corona

Aktuell wächst eine Welle der Hilfsbereitschaft in Berlin. Überall in der Stadt initiieren Bürgerinnen und Bürger Hilfen für Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft. Auch Verbände, Vereine und Initiativen bieten Unterstützung und Hilfe an. Damit leistet die Zivilgesellschaft einen großen Beitrag zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen durch die Ausbreitung von Corona. Wichtig ist dabei, dass alle Freiwilligen auf ihre eigene Gesundheit achten und den Virus durch ihr Engagement nicht weiter verbreiten. Und wichtig ist uns auch: Sorgen Sie mit dafür, dass Menschen, die nicht online sind, auch von den Hilfen erfahren und davon Gebrauch machen können!

Die Senatskanzlei unterstützt die Nachbarschaftsplattform nebenan.de bei der freigeschalteten Hotline, um noch mehr Menschen unkomplizierte Nachbarschaftshilfe zu ermöglichen und auch Menschen ohne Internetzugang zu erreichen.

Sie suchen eine Einkaufshilfe oder brauchen Unterstützung bei sonstigen Besorgungen und Erledigungen? Unter der Hotline der Nachbarschaftshilfe finden Sie kostenfrei Unterstützung: 0800-866 55 44

Die bezirkliche Koordinierungsstelle für das ehrenamtliche Engagement zur Unterstützung von Risikogruppen während der Pandemie wird von Hürdenspringer Spandau abgebildet. Wenn Sie Hilfe beim Einkaufen oder eine Kinderbetreuung brauchen oder im Bezirk helfen möchten, melden Sie sich unter der Hotline: 0174 1964868 /0174 3393535

Link zur bezirklichen Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement während der Coronapandemie: Hürdenspringer Spandau Netzwerkfonds

Sie möchten sich während der Coronaviruspandemie einbringen und sich ehrenamtlich in ihrer Nachbarschaft engagieren, um für Risikogruppen einzukaufen oder sonstige Besorgungen zu übernehmen? Nutzen Sie hierzu die Informationen auf dem Onlineportal buergaeraktiv.de und melden Sie sich bei der Onlineplattform der Nachbarschaftshilfe an. Link: nebenan.de

Weitere Informationen zur Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements in Spandau finden Sie auf der Homepage des Bezirksamtes unter Rubrik: Spandau hilft!

Telefonische Hilfe für die Bewältigung von persönlichen Krisen: Corona-Seelsorgetelefon

Unterstützung in Zeiten von starkem Stress und Krisenerfahrungen während der Coronapandemie finden Sie bei folgenden Ansprechpartnern:

Corona-Seelsorgetelefon in Berlin
Um für die Nöte und Sorgen der Menschen da sein zu können, hat die Notfallseelsorge Berlin gemeinsam mit der Kirchlichen Telefonseelsorge und der Krankenhausseelsorge ein Corona-Seelsorgetelefon eingerichtet. Unter der Nummer 030 403 665 885 sind zwischen 8 und 18 Uhr Seelsorgende erreichbar.

Muslimisches Seelsorgetelefon
24-Stunden-Notruf · Anonym und vertraulich. Unter: 030 443 509 821
Ein Notruf für die Seele – Ein Gespräch kann Welten öffnen. Link: www.mutes.de

Telefon Doweria: Russischsprachige Telefonseelsorge
Russischsprachige TelefonSeelsorge 24 Std.-Dienst · Anonym. Kompetent. Telefonnummer: 030 440 308 454
Chatfunktion Doweria: jeweils Dienstags und Donnerstags 20-22 Uhr Online erreichbar unter: www.doweria-chat.de

Psychosoziale Nothilfenummern in Berlin: Ansprechpartner und Standorte des Berliner Krisendienst
Hier finden Sie Krisenberatung und Krisenintervention, telefonisch oder persönlich ohne Voranmeldung · mehrsprachig · in dringenden Fällen Hausbesuch, Arzt /Ärztin in Rufbereitschaft. Alle Standorte sind täglich von 16.00 – 24.00 Uhr geöffnet. Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr durch überregionale Bereitschaft. Mo – Fr 8.00 – 16.00 Uhr nur telefonische Information und Weitervermittlung.

Die neun Standorte des Berliner Krisendienstes im Überblick:
Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg : 030 390 63-10
Charlottenburg-Wilmersdorf: 030 390 63-20
Spandau: 030 390 63-30
Pankow: 030 390 63-40
Reinickendorf: 030 390 63-50
Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg: 030 390 63-60
Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf: 030 390 63-70
Treptow-Köpenick: 030 390 63-80
Neukölln: 030 390 63-90
Weitere Notrufnummern für Kinder, Jugendliche, Familien, Frauen und Pflegebedürftige in Not und spezifische Beratungsdienste finden Sie unter folgendem Link:https://www.berliner-notruf.de/

Übersicht zu weiteren Hilfsangeboten für Arbeitnehmer*innen, Mieter*innen und Verbraucher*innen

Beschluss der Bundesregierung: Aussetzung der Kündigungsmöglichkeiten für Vermieter

Mieter*innen, die wegen der Corona-Krise ihre Miete nicht zahlen können, müssen bis Ende Juni keine Kündigung befürchten. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor. Auch Strom- und Internetkunden, sowie Kreditnehmer*innen werden durch ähnliche Moratorien geschützt.

Der Gesetzentwurf wurde von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) vorbereitet und am Montag dem 23. März im Bundeskabinett gebilligt. Am Mittwoch soll bereits die Beschlussfassung im Bundestag folgen. Die Regelung betrifft sowohl die Mieter*innen von Wohnraum als auch Gewerbemieter*innen, wie zum Beispiel Handwerksbetriebe. Auch Pächter*innen, etwa von Gaststätten, können sich auf das Gesetz berufen.

Weitere Informationen zur geplanten Stundung für Mieter*innen finden Sie beim Berliner Mieterverein unter folgendem Link: Beschluss der Bundesregierung zum Kündigungsschutz für Mieter
Aussetzung der Kündigungsmöglichkeiten für Vermieter kann nur ein erster Schritt sein

Vereinfachung beim Wohngeldverfahren während der Coronaviruspandemie: Senat empfiehlt den Bezirken auslaufende Bewilligungszeiträume für Wohngeld automatisch für 6 Monate zu verlängern. Weitere Informationen zum vereinfachten Wohngeldverfahren in Berlin finden Sie auf der Webseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Schutzschild für Deutschland: Maßnahmen zur Dämpfung der Coronavirus-Pandemie

Weitere Informationen über die Maßnahmenpakete der Bundesregierung für Mieter*innen, Bahnfahrende, Verbraucher und Arbeitnehmer*innen finden Sie auf der Homepage des Bundesvorstands der SPD. Erreichbar unter: Hier wird Dir geholfen: Übersicht zur Hilfangebote während der Coronapandemie

Arbeitsrechtliche Beratung für zugewanderte Arbeitnehmer*innen und mobile Arbeitnehmer*innen (BEMA)

Das Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit BEMA unterstützt zugewanderte Menschen und mobile Arbeitnehmer*innen dabei, ihre Arbeits- und Sozialrechte wahrzunehmen – durch Beratung, Bildung und Sensibilisierung. Das BEMA wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Träger ist ARBEIT UND LEBEN – DGB/VHS Berlin-Brandenburge.V., mit Unterstützung durch den DGB Bezirk Berlin-Brandenburg.

  • Um das Ansteckungsrisiko aufgrund der Corona-Pandemie zu reduzieren, findet vorerst keine persönliche Beratung im BEMA statt. Wir beraten weiter telefonisch und per Mail. Unsere aktuellen Sprechzeiten finden Sie auf unserer Website.
  • Arbeitsrechtliche Hinweise zu Corona: Auch im BEMA wird täglich deutlich, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie mobile Beschäftigte und eingewanderte Arbeitnehmer*innen besonders hart treffen. Der Beratungsbedarf zu Kündigungen, Aufhebungsverträgen und Einkommeneinbußen ist groß. Vor allem von Beschäftigten in der Gastronomie und der Leiharbeit, aber auch von Grenzgängern erreichen uns vielen Anfragen. Unsere Berater*innen haben daher die wichtigsten arbeitsrechtlichen Hinweise für Beschäftigte zusammengefasst. Die Kurzinformationen gibt es aktuell in acht Sprachen auf der Website des BEMA.