Bezahlbares Wohnen: das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung gilt bereits für 20.000 Wohnungen

Für ca. 20.000 Wohnungen wurden bisher städtebauliche Verträge nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung abgeschlossen

Das Ziel des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung ist es bezahlbaren Wohnraum im Neubau zu ermöglichen, und die Bauherren an den Kosten für die benötigte soziale Infrastruktur zu beteiligen. Seit August 2014 bestehen mit dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung berlinweit einheitliche Regelungen für den Abschluss städtebaulicher Verträge, die zwischen dem Land Berlin und Vorhabenträgern vereinbart werden.

Wenn für ein Wohnbauvorhaben ein Bebauungsplanverfahren nötig ist, wird der Bauherr dazu verpflichtet, die Kosten für die Erschließung und für Kita- und Schulplätze zu tragen sowie einen Anteil von 30 Prozent der Wohnfläche als Sozialwohnungen zu errichten. Diese Wohnungen werden zu einer Anfangsmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter nettokalt an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) vermietet.Diese Regelungen werden in einem städtebaulichen Vertrag zwischen den Bezirksverwaltungen und dem Bauherr abgeschlossen.

Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung gilt auch in Spandau: bezahlbarer Wohnraum wird benötigt

Im Fall des Bebauungsplans 5-73 „Haveleck“ hielt der Spandauer Baustadtrat Frank Bewig (CDU) eine solche Festlegung für überflüssig, denn hier soll die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag 315 Wohnungen bauen. Sie hat sich in einer Kooperationsvereinbarung mit dem Senat ohnehin dazu verpflichtet, sogar die Hälfte der zu errichtenden Wohnfläche als Sozialwohnungen zu bauen.Die Senatsverwaltung entzog dem Bezirk die Planungshoheit in dem Bebaungsverfahren und setzte einen städtebaulichen Vertrag durch. Gerade in Hinblick auf die vielen Bauprojekte, die in den kommenden Jahren realisiert werden, muss klar sein: Das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung gilt in der gesamten Stadt und zwar ohne Ausnahme.

Seit Einführung der Leitlinie des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung 2014 bis zum 31.07.2018 wurden 49 städtebauliche Verträge nach Berliner Modell mit rund 20.000 Wohneinheiten (WE), davon ca. 4.000 mietpreis- und belegungsgebundene WE, abgeschlossen. Für den Folgebedarf in der sozialen Infrastruktur wurden bei diesen Verträgen ca. 1.500 Schulplätze und ca. 1.500 Kitaplätze vereinbart.

Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage der der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

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