Die Straßenbahn in Spandau kommt erst 2029!

Noch keine Planungen für die drei benötigten Straßenbahnlinien in
Spandau: stattdessen soll die BVG in den nächsten 5-10 Jahren mehr Busse in Spandau auf die Straße bringen.

Der Wohnungsneubau in Spandau aber auch in den umliegenden Gemeinden in Brandenburg zieht in den nächsten Jahren kräftig an. Es ist klar, dass das Verkehrssystem mitwachsen muss, denn bereits jetzt sind wichtige Verkehrsachsen in Haselhorst, Hakenfelde, Falkenhagener Feld, Staaken und Gatow-Kladow in der täglichen Rush-Hour an der Belastungsgrenze, auch BVG Busse stecken oft im Stau.


Meine Schriftliche Anfrage an die Verkehrsverwaltung sorgt jetzt leider für Klarheit: die Planungen für die drei angekündigten Straßenbahnlinien zur Anbindung der Wohnungsneubaugebiete in der Siemensstadt, der Insel Gartenfeld, der Wasserstadt Hakenfelde und zur Anbindung der Ortsteile Falkenhagener Feld und Staaken wurden auch in 2020 nicht begonnen. Für die Planungen ist im Jahr 2020 kein Euro ausgegeben worden, obwohl das Geld vorhanden ist.

Wenn wir einen leistungsfähigen ÖPNV haben wollen, der nicht im Stau stecken bleibt, brauchen wir in Spandau neue Straßenbahnlinien, die Reaktivierung der Siemensbahn und die Verlängerung der U-Bahnen, um die wachsenden Ortsteile zu erschließen.


Den Antrag ‚Verkehrskollaps in Spandau verhindern‘ haben Daniel Buchholz MdA, und ich in die SPD -Fraktion eingebracht, der im November in der Fraktion beschlossen wurde. Der Antrag fordert zügigere Planungen für Spandau.


Der von der BVG als Pilotprojekt geplante Elektrische-Oberleitungsbus auf der Linie M32 ist ein weiterer Schritt, denn er fährt auf einer eigenen Strecke, ist schnell und fährt ohne Abgase und Lärm.

Bettina Domer, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und
Stadtentwicklung und Wahlkreisabgeordnete in Spandau.

Folgende Straßenbahnlinien sollten in Spandau geplan werden:

  • Paulsternstraße- Rathaus Spandau ab 2029
  • Rathaus Spandau- Heerstraße Nord ab 2029, wenn die U7 nicht verlängert wird
  • Rathaus Spandau- Falkenhagener Feld ab 2035

Das Spandauer Buskonzept der BVG zur Anbindung der Neubaugebiete sieht folgende Entlastungsmaßnahmen im Dezember 2020 vor:

  • Linie M36: Einführung einer neuen MetroBus-Linie im 5-Minuten-Takt zwischen Wilhelmstadt, Am Omnibushof und U Haselhorst via S+U Rathaus Spandau. Diese Linie ersetzt die heutigen Linien X36 und 236.
  • Linie M37: Abendliche Taktverdichtung auf einen 7/13-Minuten-Takt, sodass zusammen mit der Linie 137 länger ein gemeinsamer 6/7/7-Minuten-Takt besteht.
  • Linie 136: Betriebszeitenausweitung und Taktverdichtung in der Hauptverkehrszeit zwischen S+U Rathaus Spandau und Hakenfelde, Werderstraße.

Geplante Maßnahmen zum Dezember 2021:

  • Linie M49: Taktverdichtung auf einen 10-Minuten-Takt zwischen Staaken, Reimerweg und Heerstr./Nennhauser Damm.
  • Linie X37: Einführung einer neuen ExpressBus-Linie im 20-Minuten-Takt zwischen Falkensee, Bahnhof und U bahnhof Ruhleben (über die Falkenseer Chausee und S+U-Bahnhof Spandau. Die Linie ersetzt teilweise die Linie 337, welche eine neue Linienführungerhalten wird. Zusammen mit den Linien M37 und 137 kommt es zu einer Taktverdichtung in der Falkenseer Chaussee-Falkenseer Damm.
  • Linie 123: Taktverdichtung zwischen Saatwinkler Damm/Mäckeritzwiesen und Charlottenburg-Nord, Goebelplatz
  • Linie 130: Taktverdichtung zwischen S+U Rathaus Spandau und S Bahnhof Stresow

Die BVG fordert Bussonderfahrstreifen, um den Verkehr an folgenden Spandauer Hauptachsen zu entlasten:

Heerstraße, Gatower Straße (aus Kladow), Wilhelmstraße (aus Potsdam), Gartenfelder Straße, Ruhlebener Straße, Schönwalder Straße, Falkenseer Chausee, Falkenseer Damm.

Meine Schriftliche Anfrage: Wann bekommt Spandau ein eigenständiges Straßenbahnnetz und einen eigenständigen Straßenbahnbetriebshof? , finden Sie unter folgendem Link: http://bettina-domer.de/s18-25545