Fehlender Staubschutz und massive Umweltbeeinträchtigungen bei Wohnungsbauvorhaben an der Havel: SPD-Abgeordnete fordern dringend Überprüfungen und Maßnahmen zum Schutz der Anwohnerschaft

Pressemitteilung
Bettina Domer, MdA
Daniel Buchholz, MdA

Direkt an der Spandauer Havel gibt es massive Umweltbeeinträchtigungen beim Bauvorhaben „Speicherballett“.

Mehrere Anwohner haben sich bei den Spandauer SPD Abgeordneten Bettina Domer und Daniel Buchholz über starke Staubentwicklung und
fehlende Schutzeinrichtungen beschwert. Daraufhin haben sich die Abgeordneten umgehend an die zuständigen Behörden gewandt und auch eine Parlamentarische Anfrage an den Berliner Senat gerichtet.

Im Berliner Bezirk Spandau entsteht direkt am Havel-Ufer ein Quartier mit 630 Wohnungen. Die ehemaligen Speichergebäude aus den 1930er Jahren sind jahrelang verfallen. Jetzt lässt die Buwog-Gruppe dort in einem ersten Bauabschnitt zwei Speicher ‚denkmalschutzgerecht‘ sanieren, der dritte Speicher soll noch 2020 wegen Baufälligkeit abgerissen und komplett
neu errichtet werden.

„Nachdem mich Bürger auf das Problem ansprachen, habe ich mich in der letzten Woche vor Ort umgeschaut und tatsächlich viel Baustaub gesehen, der sich ungehindert am ganzen Ufer bis hin zur Insel Eiswerder ausgebreitet hat. Staubvermeidung ist eine gesetzliche
Bauherrenpflicht, um Bürger und die Umwelt zu schützen, da gibt es auf Bundesebene und in Berlin klare Richtlinien zum Immissionsschutz. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima muss dies überprüfen und entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt
einleiten.“

Bettina Domer (SPD), Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wohnen

„Die Beeinträchtigungen durch Staub und Dreck sind für die Anwohnerschaft wirklich massiv. Das ist in mehreren Foto- und Videoaufnahmen dokumentiert und muss umgehend abgestellt
werden! Wir fordern die zuständigen Stellen im Bezirk und auch beim Berliner Senat auf, hier umgehend einzuschreiten. Ganz offensichtlich gibt es keinen wirksamen Staubschutz bei den Abbrucharbeiten, denn große Staubwolken werden über die gesamte Havel geweht. Da die Zusammensetzung der alten Baustoffe unbekannt ist, besteht eine potenzielle Gefahr für die Bauarbeiter, die Anwohner und die Umwelt. Die Buwog-Gruppe ist hier gefordert, umgehend alle gesetzlichen Vorschriften zum Umweltschutz einzuhalten. Andernfalls ist der vorgesehene Bußgeldrahmen maximal auszuschöpfen.“

Daniel Buchholz (SPD), Sprecher für Stadtentwicklung und Umwelt der SPD-Fraktion