Spandau braucht einen schnelleren ÖPNV-Ausbau nach Potsdam bis 2024

Pressemitteilung Bettina Domer,MdA
18. August 2020

Spandau braucht einen schnelleren ÖPNV-Ausbau nach Potsdam bis 2024: Durch die anhaltende Attraktivität des Metropolenraums Berlin-Brandenburg und der Wohnungsneubau in Krampnitz werden die Pendlerströme im Spandauer Süden weiter zunehmen

Aus einer Schriftlichen Anfrage der Abgeordneten Bettina Domer geht hervor, dass das für 2024 geplante Wohnquartier Krampnitz für 10.000 Bewohner*innen die ohnehin schon stark belasteten Hauptverkehrsstraßen im Spandauer Süden zusätzlich mit mehr als tausend PKWs täglich belasten wird. 

„Wir erleben nicht nur in Spandau einen Bevölkerungsanstieg, sondern auch in der Landeshauptstadt Potsdam, in Krampnitz. Die Attraktivität des Metropolenraums Berlin-Brandenburg und das Wachstum ist positiv.  Durch den Bevölkerungsanstieg und die neuen Wohnquartiere müssen wir jetzt stärker in den ÖPNV- Ausbau, gemeinsam mit dem Nachbarland Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam zusammenarbeiten und investieren, damit wir in 4 Jahren nicht im Autoverkehr in Spandau ersticken.

Bettina Domer, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

„Mehr Taktverdichtungen und ein neuer Expressbus zwischen Spandau und Potsdam (Im Nahverkehrsplan angedachte Expressbuslinie X38 zwischen Spandau und Potsdam) werden nicht reichen, auch der Senat sieht auf dem Korridor Spandau-Potsdam im aktuellen Nahverkehrsplan noch Handlungsbedarf.

Potsdam plant bereits eine Tramstrecke nach Krampnitz, vielleicht könnte man gemeinsam hier ansetzen und prüfen ob die Tramstrecke nach Spandau verlängert werden kann, um den Verkehr auf dem Ritterfelddamm und der Heerstraße teilweise zu entlasten. Spandau soll ja ab 2029 eine eigene Tramstrecke zur Anbindung der Insel Gartenfeld und Hakenfelde bekommen, wenn der geplante Straßenbahnbetriebshof in der Urban-Tech-Republic fertiggestellt wird. Vielleicht ist eine gemeinsame Straßenbahnausbauplanung zwischen Spandau und der Landeshauptstadt Potsdam eine Variante, die gemeinsam intensiver besprochen werden kann.

Bettina Domer, Abgeordnete für Hakenfelde, Falkenhagener Feld und Stadtrand

Der Bezirk Spandau teilt die Einschätzung, dass der motorisierte Individualverkehr in Richtung Spandau über die Potsdamer Chaussee, die Wilhelmstraße und die Heerstraße in Richtung Innenstadt zukünftig weiter zunehmen wird und die Verkehrsknotenpunkte der Heerstraße und der Wilhelmstraße zu Stoßzeiten bereits jetzt überlastet sind.

Die Schriftliche Anfrage: Entwicklung des motorisierten Individualverkehrs in Spandau II: Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung in Spandau durch das neue Wohnquartier Krampnitz nördlich von Potsdam  finden Sie unter folgendem Link: http://bettina-domer.de/storage/2020/08/S18-242891.pdf