Spandauer Bündnis gegen Rechts: Gegendemonstration gegen den Heßmarsch war erfolgreich

Der geplante Heßmarsch von Rechtsextremen aus dem gesamten Bundesgebiet und darüberhinaus konnte durch ein breites, überparteiliches Engagement der Zivilgesellschaft in Spandau am 18. August erneut verhindert werden.

Neonazis kamen vergeblich nach Spandau

Neben den zahlreichen Kundgebungen der Parteien, Gewerkschaften waren es vor allem auch die Bürger*innen die mit ihrer Unterstützung der Gegendemonstration zum Erfolg verhalfen. Rund 2000 Teilnehmer setzen mit der Gegendemonstration ein klares Zeichen gegen Rechts und konnten die geplante Demonstration verhindern. Die friedliche Gegendemonstration klang danach auf dem Fest der Demokratie in der Wilhelmstadt aus.

Nur rund 50 Neonazis trafen sich in Spandau an der Schmidt-Knobelsdorff-Straße

Der Aufmarsch in der Nähe des ehemaligen Kriegsverbrechergefängnis, in dem sich Rudolf Heß am 17. August 1987 selbst erhängte, konnte wie im letzten Jahr verhindert werden. 700 Rechtsextreme nahmen stattdessen an der einen Tag vorhin beantragten Ausweichdemonstration vom Platz der Vereinten Nationen zum Bahnhof Lichtenberg teil. Hier kam es zu Sitzblockaden durch Gegendemonstrant*innen. Die Polizei meldete vereinzelte Flaschenwürfe und Festnahmen. Die Polizei berichtete von vereinzelten Verstößen gegen das Verwenden von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Teilnehmer*innen des Heß-Marsches.