Zwischenstand zur Verkehrssicherheit in Spandau: weniger Unfälle in 2020 als in den Vorjahren- darunter jedoch viele Unfälle mit E-Scootern

Pressemitteilung                                                                                         02.Februar 2021

Die Antworten meiner parlamentarischen Anfrage liefern neue Zahlen zur Verkehrssicherheit in Spandau. So weist die Statistik immer noch wie bei der Anfrage in 2020 insgesamt 10 Unfallschwerpunkte an vielbefahrenen Straßen und Kreuzungen im Bezirk auf, an denen besonders häufig Menschen im Straßenverkehr zu Schaden kommen.

Viele geplanten Umbaumaßnahmen befinden sich noch in Planung, um diese Unfallschwerpunkte sicherer zu gestalten. Allerdings gab es 2020 insgesamt weniger Verkehrsunfälle in Spandau, als in den Vorjahren.

In 2018 gab es insgesamt 8359 Straßenverkehrsunfälle in 2019 insgesamt 7811 Unfälle und in 2020 wurden 7724 Straßenverkehrsunfälle verzeichnet. Im letzten Jahr starben 4 Menschen in Spandau bei Verkehrsunfällen und 297 wurden schwerverletzt.

Neu sind die Unfälle mit E-Scootern: in 2020 gab es 31 Verkehrsunfälle mit den elektrischen Zweirädern, bei denen 18 Personen leichte Verletzungen davontrugen und zwei Personen schwer verletzt wurden. In Hinblick auf den ruhenden Verkehr wurde festgestellt, dass E-Scooter tagsüber zum Teil ungeordnet abgestellt werden, wodurch es insbesondere an Kreuzungsbereichen und Radwegen gelegentlich zu Behinderungen anderer Verkehrsteilnehmende kommt.

Besonders viele Unfälle gibt es noch an Kreuzungen mit Grünpfeilregelungen. Ich habe mich dafür bei der Senatsverwaltung eingesetzt, dass der Grünpfeil in der Falkenseer Chaussee/ Stadtrandstraße im letzten Jahr abgeordnet wurde, um die Schulwegsicherheit zu erhöhen, denn hier kam es in der Vergangenheit zu Unfallhäufungen.

Gegenwärtig sind folgende Unfallschwerpunkte in Bearbeitung:

Nonnendammallee / Rohrdamm: Die Markierungen und die Rotunterlegung der Furten ist zu erneuern, die Räumsignale für Linksabbieger sind zu vergrößern und die Möglichkeiten zur Verbesserung der Linksabbieger sind zu untersuchen.

Brunsbütteler Damm / Nennhauser Damm: Die Markierung und Rotunterlegung sind zu erneuern und die Beleuchtung ist zu überprüfen. Analog muss die separate Linksabbiegesignalisierung aus dem Brunsbütteler Damm in den Nennhauser Damm geprüft werden.

Spandauer Damm / Wiesendamm: Geplant ist die Anpassung der Markierungen zwischen dieser Einmündung und der Einmündung Spandauer Damm / Reichsstraße in Abstimmung mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Des Weiteren ist die Verbesserung der Führung der Radfahrenden inklusive Prüfung einer separaten Rechtsabbiegesignalisierung in den Wiesendamm zum Schutz der Radfahrenden geplant.

Eine weitere Möglichkeit um die Schulwegsicherheit zu erhöhen sind Mittelinseln und Querungshilfen. Bereits angeordnet sind je eine Mittelinsel in der Niederneuendorfer Allee auf der Höhe Neuenahrener Weg im Umfeld einer Freizeitstätte und in der Straße Am Kiesteich 40 im Umfeld der neuen Kindertagesstätte Kiesteich Surfer. Hierbei unterstützt der Senat die Bezirke und stellt Mittel aus dem Programm Förderung des Fußverkehrs/ Querungshilfen zur Verfügung.

Hinsichtlich der Zunahme der Bebauung in Spandau und der verkehrlichen Entwicklung teilt das Bezirksamt mit, dass der Verkehr auf Spandaus Straßen weiter ansteigen wird, und sieht damit eine negative Auswirkung auf die Verkehrssicherheit.

Meine Schriftliche Anfrage: ‚Entwicklung der Verkehrssicherheit in Spandau II: Straßenverkehrsunfälle und Verkehrsopfer seit 2019: Unfallprävention für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und PKW-Fahrer*innen‘ finden Sie unter folgendem Link: http://bettina-domer.de/storage/2021/01/Bettina-Domer-MdA-Schriftliche-Anfrage-Entwicklung-der-Verkehrssicherheit-in-Spandau-II.pdf